Patrick Friedl

Mitglied des Bayerischen Landtags
Sprecher für Naturschutz und Klimaanpassung

Main in Würzburg | Unterfranken ist besonders stark von der Klimaerhitzung betroffen. Foto: Nicolas Weisensel

Unterfränkische Grünen-MdL fordern zentrale Datenbank und besseren Trinkwasserschutz

Die Auswirkungen von Hitzeperioden, damit einhergehender Dürre und Starkregenereignisse lässt sich auch an Problemen in der Trinkwasserversorgung ablesen. Dazu wollten die unterfränkischen Grünen-Landtagsabgeordnete Patrick Friedl, Kerstin Celina und Paul Knoblach angesichts sinkender Grundwasserstände Auskunft von der Bayerischen Staatsregierung über die Situation der Trinkwasserversorgung in Unterfranken. Die Antwort legt nahe, dass die Kapazitäten bei den Gesundheitsämtern, als auch bei den Bezirksregierungen nicht ausreichen, um eine gesicherte Erhebung von qualitativen Einschränkungen und Störungen in der Wasserversorgung, wie zum Beispiel auf Grund von Verkeimungen, sicher zu stellen.

Patrick Friedl, Sprecher für Klimaanpassung seiner Fraktion: „Wir fordern ausreichend finanzielle, materielle und personelle Ressourcen. Die Gesundheitsämter und die zuständigen übergeordneten Behörden müssen besser ausgestattet werden, damit eine gesicherte Datenerhebung, Verarbeitung, Aufbereitung und ein niederschwelliger öffentlicher Zugang zu den Daten gewährleistet werden kann.“ Hierzu hat die Grüne Landtagsfraktion ein zentrales Grundwasserregister für Bayern beantragt. (Antrag)

Bisher gebe es keine zentrale Datenbank, die Auskunft darüber gibt, wie viel Grundwasser jährlich etwa für die Nutzung zur Energiegewinnung oder zur landwirtschaftlichen Bewässerung entnommen wird, kritisieren Friedl, Celina und Knoblach. Dabei berufen sie sich auf die Antwort des Umweltministeriums auf eine aktuelle parlamentarische Anfrage. (Anfrage)

Die Grünen-MdL fordern außerdem von der Staatsregierung Konsequenzen aufgrund der großen Zahl bekannter ungenehmigter Grundwasser-Entnahmen. Allein in Unterfranken sind ungenehmigte Entnahmen von über 2 Millionen Kubikmetern in nur fünf Jahren aktenkundig, wie aus einer weiteren Anfrage der Grünen-MdL deutlich wurde. (Anfrage) - Paul Knoblach: „Dies lässt auf eine hohe Dunkelziffer schließen.“ Kerstin Celina: „Das macht den dringenden Handlungsbedarf bei Personal, Ausstattung und Kontrolldichte durch die Ämter deutlich“.

MdL Patrick Friedl fordert Anpassung der Fördermittel, Energiekosten- und Mietkostenzuschüsse - „Kunst und Kultur stehen mit dem Rücken zur Wand“

„Das Lebenselixier Kunst und Kultur steht mit dem Rücken zur Wand - nach zwei Jahren Pandemie mit kaum Einnahmemöglichkeiten sind die eh kargen Rücklagen fast aufgebraucht“, erklärt der Würzburger Grünen-Landtagsabgeordnete und Betreuungsabgeordnete seiner Fraktion für den Landkreis Kitzingen Patrick Friedl. „Ohne schnelle Hilfe steht der gesamte Kultursektor vor dem Abgrund. Wir müssen die Menschen, die Infrastruktur wie Vereine und Institutionen, unsere kulturelle Vielfalt und kreative Innovationskraft und auch einen relevanten Wirtschaftsfaktor schützen“, so Friedl

Die Grünen-Landtagsfraktion hatte im Oktober Institutionen, Künstlerinnen und Künstler im Bayerischen Landtag nach ihrer Lage gefragt. Fazit: Noch einen Winter steht die Kultur in Bayern so nicht durch: Bandräume und Bühnen sind teurer geworden, weniger Publikum nach der Pandemie, Vorverkäufe gehen gegen Null. Sanne Kurz, kulturpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen: „Bayern ist Kulturstaat. Kultur ist Ländersache. Es ist beschämend, wie die CSU geführte Regierung unter Ministerpräsident Söder Kultur komplett ignoriert.“

Grüne Forderungen:

Kunst- und Kulturschaffende, Kunst- und Kulturvereine, staatliche und nichtstaatliche Kulturinstitutionen sowie die Kultur- und Kreativwirtschaft, die immer noch massiv unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden, müssen bei der Bewältigung der Härten von Inflation und Energiekrise unterstützt werden:

  • Energiekosten- und Mietkostenzuschüsse für freie Bühnen, Konzertsäle, Clubs, Museen, Kinos und sonstige freie Spielstätten, Solo-Selbstständige, kommunale Kulturinstitutionen sowie Laienmusik, -theater und Kunstvereine.
  • Kompensation von Einnahmeausfällen im Vergleich zu den Jahren vor 2020 von freien Spielstätten und Solo-Selbstständigen
  • Anpassung der staatlichen Fördermittel und Höchstfördersummen an die Inflation
  • Förderprogramm für die bauliche Instandsetzung und Sanierung freier und kommunaler Spielstätten, um die Energiekosten langfristig zu senken.

Patrick Friedl hat hier die Breite der Kulturinstitutionen in Würzburg, Kitzingen und ganz Unterfranken im Blick: „Kleinen und größeren Bühnen, Theatern und Galerien würde die schnelle Umsetzung unserer Forderungen genauso helfen, wie den Kunst- und Kulturschaffenden, um sicher durch den Winter kommen zu können.“ Kultur-Veranstalterin und Grünen-Kreisrätin Andrea Drexelius aus Wiesentheid im Landkreis Kitzingen ergänzt: „Kunst und Kultur steht als schützenswertes Gut und Grundrecht im Artikel 5 des Grundgesetzes. Deshalb muss diese in all ihren Facetten erhalten und unterstützt werden. Denn Kultur ist das Wesen einer Nation, ihre Identität und Seele. Lassen wir sie nicht verhungern!“

Den dazu gehördenden Dringlichkeitsantrag der Grünen-Landtagsfraktion können sie hier als PDF herunterladen. 

Stadtwald Lohr

Zukunft des Waldes: Fachgespräch in der Forstschule Lohr und Waldbegang im Lohrer Stadtwald am 6. Oktober 2022

Patrick Friedl, Landtagsabgeordneter der GRÜNEN und Sprecher seiner Fraktion für Naturschutz und Klimaanpassung, hat am 6. Oktober 2022 nach Lohr eingeladen, um im Spessart folgenden Fragen auf den Grund zu gehen: Was können und müssen wir kurz-, mittel- und langfristig tun, damit unsere Wälder besser für die Folgen der Klimaerhitzung gerüstet sind? Wie können Forstwirt*innen und Förster*innen in Aus- und Weiterbildung auf die schwierigen Herausforderungen vorbereitet und auch in Zukunft eine erfolgreiche und zugleich ökologisch nachhaltige Waldbewirtschaftung gewährleistet werden? Und welchen Beitrag kann und muss die Politik leisten, damit die notwendige Anpassung des Waldes an die veränderten klimatischen Bedingungen schneller vorankommt?

Main-Echo berichtete. Ein Ausschnitt aus dem Artikel: "»Die ökologische Krise schreitet so schnell voran, dass wir reagieren müssen.« Er sei positiv angetan, welche Möglichkeiten es für die schonende Nutzung im Wald gebe, erklärte Patrick Friedl. Ihn habe erschreckt, dass auch in geschützter Lage in Lohr Buchen absterben. Eine große Lösung werde es für die aktuellen Probleme nicht geben. Auch das Vorwissen früherer Generationen von Forstwissenschaftlern helfe hier nur sehr bedingt. »Wir brauchen kleine Lösungen, angepasst auf jede einzelne Kulturlandschaft.« Man müsse über angewandte Klimaforschung herausfinden, was wo und wann hilft."

Neben Patrick Friedl nahmen an dem Termin u.a. teil: Niklas Wagener, Bundestagsabgeordneter der GRÜNEN aus Aschaffenburg und Mitglied im Landwirtschaftsausschusses des Bundestags, Dr. Mario Paul, Erster Bürgermeister der Stadt Lohr, Kerstin Celina, sozial- und inklusionspolitische Sprecherin der Landtags-GRÜNEN, Paul Knoblach, Landtagsabgeordneter aus Schweinfurt und Sprecher für Weinbau, Sonderkulturen und Tierwohl der GRÜNEN Landtagsfraktion. Informiert, geführt und begleitet wurden die Termine von Christof Welzenbach, Leiter der Forstschule Lohr, und Michael Neuner, Leiter der Forstverwaltung der Stadt Lohr. 

Michael Neuner, Leiter der Forstverwaltung der Stadt Lohr, erläutert den Teilnehmenden die Entwicklung der Biotopbäume im Lohrer Stadtwald. Foto: Nicolas Weisensel

„In der ohnehin angespannten Grundwassersituation müssen Entnahmen zum Schutz unseres lebenswichtigen Grundwassers engmaschig und zuverlässig kontrolliert werden“, fordert MdL Patrick Friedl. Foto: Nicolas Weisensel

In einer Pressemitteilung fordern die unterfränkischen Landtagsabgeordneten Kerstin Celina, Patrick Friedl und Paul Knoblach gemeinsam mit dem rechtspolitischen Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Toni Schuberl eine „lückenlose Aufklärung auf allen Ebenen“ der Vorkommnisse rund um die Ungereimtheiten bei der Messung der entnommenen Grundwassermenge an einer landwirtschaftlichen Entnahmestelle in Bergtheim (Landkreis Würzburg) und haben diesbezüglich eine Schriftliche Anfrage an die Staatsregierung gestellt.

Die MAINPOST berichtete u.a. am 09.09.2022.

Laut Medienberichten zeigte die Wasseruhr eines Brunnens am Freitag, den 19. August 2022, 1800 Kubikmeter bzw. 1,8 Millionen Liter Wasser mehr an als zwei Tage später am Sonntag, den 21. August. Der Betreiber des Brunnens erklärte laut Presse, dass das Wasser aufgrund eines fehlgestellten Schiebers in den Brunnen gepumpt worden sein muss, dass die Uhr fehlerhaft aufgehängt war und rückwärtslief.

„Das wertvolle Grundwasser ist ein Gemeingut und besonders zu schützen“, so Paul Knoblach. „In der ohnehin angespannten Grundwassersituation müssen Entnahmen zum Schutz unseres lebenswichtigen Grundwassers engmaschig und zuverlässig kontrolliert werden“, fordert Patrick Friedl. „Wer weiß, ob das schon das Ende des Skandals ist. Wir werden weiter Augen und Ohren offenhalten, denn es steht beispielsweise auch noch die Frage im Raum, ob einzelne Brunnen eventuell so tief gebohrt sind, dass sie auch darunterliegende Wasserschichten erreichen. Der Fall muss lückenlos aufgeklärt werden.“, so Kerstin Celina. Und Toni Schuberl fügt hinzu: „Wasserdiebstahl ist während einer Dürre kein Kavaliersdelikt. Ich erwarte, dass auch die Staatsanwaltschaft diese Fälle überprüft, und zwar in ganz Bayern.“

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