Patrick Friedl

Mitglied des Bayerischen Landtags
Sprecher für Naturschutz und Klimaanpassung

Grasfrosch

Vom dramatischen Schwund unserer häufigsten Froschart

Der Grasfrosch galt als die häufigste Froschart in Bayern, die an fast jedem Stillgewässer, vom kleinen Tümpel bis zu den großen Seen, vorkam. Diese Zeiten sind vorbei, wie aktuelle Bestandsaufnahmen zeigen. Fast überall in Bayern nehmen die Bestände deutlich ab. Der Rückgang in den trockenen Landesteilen Bayerns ist wesentlich stärker als im Alpenvorland. Dies lässt den Schluss zu, dass die Klimaerhitzung das Verschwinden des Grasfrosches mit verursacht.

Eine Schriftliche Anfrage von MdL Patrick Friedl, Sprecher für Naturschutz und Klimaanpassung der grünen Landtagsfraktion in Bayern, und seinen Kolleg*innen MdL Rosi Steinberger und MdL Christian Hierneis belegen den dramatischen Rückgang der Grasfroschbestände.

Wissenschaftliche Hintergründe zur dramatischen Bestandsabnahme finden Sie etwa in der Publikation: Zahn A., Pankratius U., Pellkofer B. & Hoiß B. (2021): Bye, bye Grasfrosch? Klimabedingte, dramatische Bestandsabnahme in Bayern. – ANLiegen Natur 43(1): 67–76. (Link)

Da die Flussperlmuschel sehr saubere Bäche benötigt, sind die Bestände der Art durch den Eintrag von Nährstoffen, Pestiziden und Sedimenten dramatisch zurückgegangen. Nun trocknen durch die Hitzeperioden viele kleine Muschelbäche aus. Keine rosigen Aussichten für diese vom Aussterben bedrohte Art. Foto: Wolfgang Degelmann

Klima schützen – Artenvielfalt erhalten!

Die Auswirkungen des Klimawandels spüren nicht nur wir Menschen. Auch viele Tiere und Pflanzen sind davon betroffen. Denn deren Lebensräume verändern sich und gehen verloren. Indem wir das Klima schützen, tragen wir auch zur Vielfalt auf unserem Planeten Erde bei.

Beispiel Flussperlmuschel

Flussperlmuscheln gab es schon vor 65 Mio. Jahren. Sie stammen also aus der Zeit, in der ein Meteoriteneinschlag das Ende der Dinosaurier einleitete. Den Meteoriteneinschlag haben sie überlebt, ob sie die Klimaüberhitzung überleben, ist sehr fraglich. Inzwischen ist die Flussperlmuschel, die in Nord- und Westeuropa sowie in einem kleinen Teil Nordamerikas vorkommt, weltweit stark gefährdet und in Bayern vom Aussterben bedroht. 

Da die Flussperlmuschel sehr saubere Gewässer benötigt, sind die Bestände der Art durch den Eintrag von Nährstoffen, Pestiziden und Sedimenten dramatisch zurückgegangen. Trotz Bemühungen dies zu stoppen, droht nun die Klimaüberhitzung die Art weiter massiv zu schwächen. Durch Hitzeperioden trocknen viele kleine Muschelbäche aus und durch Starkregenereignisse werden die Muscheln mit eingetragenem Schlamm überschüttet. Keine rosigen Aussichten für diese altertümliche Art. 

Inzwischen existieren Aufzuchtstationen in Bayern, die das Überleben der Flussperlmuschel sichern sollen. Wenn wir ihren natürlichen Lebensraum erhalten wollen, müssen wir die Klimaüberhitzung stoppen.

Wir haben zur Flussperlmuschel mehrere Anfragen an die Staatsregierung gestellt, die den dramatischen Rückgang dieser Art belegen:

Grüner Landtagsabgeordnete Patrick Friedl informierte im Gasthaus zum Ochsen über Maßnahmen zur Klimaanpassung

„Hitze und Trockenheit treffen uns in der Region Rothenburg, wie in weiten Teilen Europas auch in diesem Jahr besonders hart. Dürre, Hitze, Brände und Ernteausfälle sind Folgen der zunehmenden Klimaerhitzung“, so der Grünen-Landtagsabgeordnete Patrick Friedl jüngst bei einer Abendveranstaltung der Grünen-Ortsverbandes im Gasthaus „Zum Ochsen“ in der Galgengasse. Baldigen Regen konnte MdL Friedl leider keinen anbieten, dafür eine Fülle an Informationen zu Daten, Fakten und aktuellen Prognosen zum Klimawandel, den daraus resultierenden Auswirkungen auf Temperaturen und Niederschläge sowie Möglichkeiten, wie Rothenburg zum Schutz vor Hitzewellen und Sturzfluten darauf reagieren sollte.

Schon die Resonanz mit gut 40 Gästen im gefüllten „Ochsensaal“ machte deutlich, wie aktuell und wichtig diese Themen auch in Rothenburgs Bevölkerung wahrgenommen werden. Wirklich „Gute Nachrichten“ konnte der Sprecher für Naturschutz und Klimaanpassung von Bündnis 90/ Die Grünen im Bayerischen Landtag nicht präsentieren. Dafür aber viele Anregungen und Forderungen an Städte und Gemeinden, sowie an Landes- und Bundesregierung, wie wir mit diesen Veränderungen umgehen und leben können.

Wir befänden uns bereits heute „am Beginn einer „Heißzeit“. „Dies heißt, wir haben heute bereits einen Temperaturanstieg von über ein Grad Celsius weltweit“, so Friedl. Das in Paris festgelegte Klimaziel, die globale Erderwärmung auf möglichst 1,5°C zu begrenzen, sei nach aktuellem Stand der Forschung „mit den derzeitigen Klimamaßnahmen“ nicht zu erreichen. Patrick Friedl: „Aufgrund regionaler Unterschiede beim Anstieg der Durchschnittstemperatur heißt das für Bayern, dass wir leider mit einer real erwartbaren Erwärmung von über drei Grad mehr bis Mitte des Jahrhunderts rechnen müssen.“ Denn Bayern liege aktuell etwa um den Faktor 2 über den weltweiten Werten beim Anstieg.

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Grünen-MdL Friedl und Knoblach begrüßen Ankündigung einer verbesserten Vernässung

Im Bild von links: Landrat Thomas Habermann, MdL Paul Knoblach und MdL Patrick Friedl in der Rhön in der Nähe des Schwarzen Moores.

Hier geht es zum MAINPOST-Bericht:
Nach langem Gerangel der Ministerien: Rettung des Schwarzen Moores in der Rhön soll 2023 beginnen

Die Grünen-Landtagsabgeordneten Patrick Friedl und Paul Knoblach haben gemeinsam einen Antrag zur „Rettung des Schwarzen Moores“ gestellt. Dieser wurde am Donnerstag im Umweltausschuss des Bayerischen Landtags behandelt. Obwohl die Mehrheit aus CSU und Freien Wählern den Antrag abgelehnt haben, gab es inhaltlich einen Erfolg: Vermutlich auf die Initiative der beiden Grünen-Politiker hin hat das Umweltministerium in Abstimmung mit dem Landwirtschaftsministerium die höhere Naturschutzbehörde bei der Regierung von Unterfranken beauftragt, ein erforderliches „moorhydrologisches bzw. moorökologisches Maßnahmenkonzept erstellen zu lassen. […] Die Regierung von Unterfranken erstellt derzeit die notwendigen Unterlagen für die Ausschreibung und wird hierbei vom Bayerischen Landesamt für Umwelt unterstützt“, so der Landtagsbeauftragte aus dem Umweltministerium.

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